Henna


Die gebräuchlichste und bekannteste Pflanzenfarbe ist Henna. Henna ist ein Cypern-Strauch und heißt Lawsonia.

Sie wurde von einem Wissenschaftler gleichen Namens 1709 offiziell entdeckt. Recherchen im Laufe der Jahre ergaben, dass die Färbekraft dieser Pflanze bereits der berühmten Cleopatra bekannt war.

Dieser Strauch wird zwischenzeitlich kommerziell angepflanzt und zwar in Indien, Pakistan, Persien und Ägypten. Diese von dort kommende Ware ist für unser europäisches Haar geeignet. Im Gegensatz dazu gibt es auch Henna in Marokko, Tunesien, Algerien und Syrien. Henna ist mit Tee zu vergleichen und hat verschiedene Pigmentierungen. z.B. rotorange, orangegelb und orange. Daneben gibt es noch Henna Neutral d.h. fast ohne Farbpigmente. Die getrockneten Blätter werden gemahlen bis letztendlich das grünlich, nach Heu riechende Pulver zur Verfügung steht. Im Frühling geerntete Blätter enthalten vor allem Gerbsäure und kaum Farbstoff, während die Herbsternte den ausgebildeten Farbstoff enthält.

Nach meiner Erfahrung verliert Henna nach langer Lagerung, scheinbar in Verbindung mit der Feuchtigkeit in der Luft an Farbkraft. Gleichzeitig spielt das Ernteland und die Jahreszeit eine Rolle. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Frauen, die ihr Henna in der Apotheke/Indienladen erwerben, jedesmal zu einem anderen Ergebnis kommen. Deswegen muss man auf gleichmäßige Qualität größten Wert legen.

Ich füge meinen Mischungen zusätzlich pflegende Pflanzenprodukte hinzu, wie zum Beispiel Ringelblume und Hopfen etc.

Diese Mischungen wende ich selbst an und überwache persönlich die Herstellung. Mit meinen 30.000 Behandlungen habe ich mir einen uneinholbaren Wissensvorsprung erworben, von dem nun auch Sie profitieren können.

Nachdem 1916 von einem gewissen Tomasi die chemische Farbformel des Henna gefunden wurde, gibt es auch industriell hergestelltes Henna, jedoch mit wenig oder gar keinem Gesundheitseffekt. Zu den sonstigen natürlichen Farbstoffen erübrigt sich eine detaillierte Beschreibung.



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