........Große Einweckgläser, gefüllt mit zerstoßenem Engelshaar, Johannisbrot oder Walnuß, signalisieren dem Besucher: Hier ist Chemie verpönt. Die Philosophie der Friseurmeisterin: "Haarbehandlung muß nicht unter die Haut gehen." ............
"Am Anfang war der Weg steinig, denn vor 20 Jahren sprach noch keiner von Umwelt- oder Gesundheitsschädigung durch Dauerwellflüssigkeit oder Blondiercremes" erinnert sie sich. "Doch ich wollte mich nicht der Chemie ausliefern. Zu Beginn experimentierte ich noch mit Tee, Kaffee, Rhabarbersaft oder Henna, um Leuchtkraft in die Haare zu bringen." Dann reiste sie 1973 auf die britische Inseln, um dort in einer Pflanzenfarbenschule diese Kunst zu erlernen. In ihrem Privathaus lagern heute mehr als 1000 kg Pflanzenfarben in Säcken. Knapp vierzig Farbnuancen entwickelte sie nicht nur für ihre Kundinnen, sondern bietet sie über ihren ANnaturversand auch interessierten Friseurkollegen an. ....
......Trotz vieler Hürden auf ihrem Weg werde ihre Botschaft mittlerweile aber immer stärker gehört, freut sie sich. Friseure aus Deutschland, Holland, der Schweiz und Oberitalien besuchten nämlich mittlerweile ihre Seminare, in denen sie beweise, daß sich in Zukunft weder Kunden noch Friseure der Chemie mit Haut und Haar ausliefern müßten.