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  1. Pflanzenfarben
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Zutaten zu PflanzenfarbenMit Pflanzenfarben die Haare zu färben und gesund zu erhalten ist seit vielen Jahrhunderten bekannt. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, das Pflanzenfarbe haltbar ist, nahezu lichtecht, die Spannkraft des Haares erhöht und einen wunderschönen Glanz für lange Zeit hervorbringt.
Bei pflanzengefärbten Haar ist der Nachwuchs kaum sichtbar. Die Pflanzenfarben wirken natürlich changierend und sind gesund für Haut und Haar.

Im Gegensatz zu den chemischen Färbungen spielt bei der Pflanzenfärbung die Naturfarbe des Haares die wichtigste Rolle. Natürliche Pflanzenfarben addieren sich auf die Naturfarbe. Dies bedeutet nichts anderes als das eine bestimmte Pflanzenfarbe auf unterschiedlichen Naturhaarfarben verschiedene Ergebnisse hervorbringt. Deshalb ist die wichtigste Entscheidung für das Gelingen der Pflanzenhaarfärbung die Nuancenauswahl. Die Hersteller haben unterschiedliche Wege eingeschlagen, um der Pflanzenfärbung zum Durchbruch zu verhelfen. Einerseits versucht man mittels Vorbehandlungen unterschiedlichster Art und Zusammensetzung oder andererseits durch Beimischung von naturidentischen bzw. künstlichen Stoffen (Steinfarben, Lebensmittelfarben, Metallsalzen, naturidentischem Henna etc) die Ergebnisse kräftiger ( also in Konkurrenz zu den chemischen Farben ) hervorzubringen. Einige Kosmetikhersteller sind an den angeblich nicht exakt vorhersehbaren Ergebnissen verzweifelt und haben bisher von einer Markteinführung abgesehen. Auch wurden Pflanzenfarben vom Markt genommen und durch "Weiterentwicklungen" ersetzt.

Das Ergebnis einer Pflanzenfärbung mit in der Natur gewachsenen Produkten wird von zwei Faktoren beeinflusst. Es sind dies die Naturprodukte selbst, die wie alles in der Natur nicht immer gleichbleibend und identisch, bzw. Umwelteinflüssen unterliegen. Denken sie an Lagerzeit, Feuchtigkeitsgehalt der Luft, Erntezeitpunkt und Ernteort und zum zweiten die Erfahrung welche Pflanzenfarbnuance auf einer Naturhaarfarbe das gewünschte Ergebnis hervorbringt.
Die Naturprodukte selbst sind ein Problem der Hersteller, die bei jedem Einkauf der Grundprodukte eine Überprüfung der Färbe-Qualität vornehmen müßten. Im Gegensatz dazu ist die richtige Farnuancenauswahl ein Erfahrungsschatz des Friseurs.

Bei entsprechender Vorgehensweise ist meines Erachtens ein bestimmbares Farbergebnis erzielbar. Es bietet sich an im Salon einen Experten/tin heranzuziehen. Nachdem die Farbnuancen nicht gravierend gross auseinander liegen, sollte mit einer Farbmischung auf diversen Naturhaartönen Erfahrung gesammelt werden, um sich auf diese Weise langsam einen Erfahrungsschatz zu erarbeiten.

Problematischer sind die Angebote in Naturkostläden, Indiengeschäften, Kaufhäusern etc weil hier keine Beratung stattfindet und Endverbraucher mit Ergebnissen konfrontiert sein können, die nur sehr schwer (oftmals gar nicht) korrigierbar sind.

Die Unsicherheit wie und ob Pflanzenfarben in Zusammenhang mit der Daürwelle, chemisch gefärbtem Haar wirken, zeigt lediglich Wissenslücken bei den Anwendern auf. Es sei hier festgehalten, daß natürliche Pflanzenfarben vor oder nach der Daürwelle genau so wie mit den heutigen chemischen Farben problemlos zu verarbeiten sind, vorausgesetzt man hat entweder selbst Erfahrung gesammelt oder kennt einen Fachmann.

Für welchen Kunden/Kundin ist die Pflanzenfarbe ideal:

  • wenn die ersten weißen Haare vertuscht werden sollen
  • wenn Haare dauerhaft glänzen sollen
  • Wenn Irritationen der Kopfhaut zu vermeiden sind
  • wenn die eigene Naturhaarfarbe intensiviert werden soll
  • wenn ein Ausbleichen der Haarfarbe unterdrückt werden soll (Sommer-/Wintersonne)
  • wenn weisse/graue Haare eingefärbt werden sollen

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